Badischer Radsportverband

23.04.2016

VON: BASTIAN KÖNIG, VP ÖFFENTLICHKEITSARBEIT


Nachruf: Arnold Zähringer (*02.09.1935 - ✚15.04.2016) – Der Radsport war seine Familie und ein zentraler Lebensinhalt

Am vergangenen Freitag nahmen zahlreiche Radsportler, Weggefährden, Freunde und die Familie Abschied von Arnold Zähringer vom RSV Edelweiß Achkarren...




Arnold Zähringer.

Sein Tod hinterlässt eine Lücke, die in dieser Art niemals wieder zu schließen ist. Der Radsport war Lebensinhalt und Familie zugleich.

Arnold Zähringer wurde am 02.09.1935 geboren. Seine Mutter stammt aus Merdingen, was auch erklärt, warum Arnold und auch sein Bruder Franz Zähringer Anfang der 60er-Jahre ihre Lizenzen beim RV Merdingen gelöst hatten. 1965 wurde der RSV Achkarren wiedergegründet nachdem im Krieg das Vereinsleben zum erliegen kam. Arnold hatte schon einige Zeit vor der Wiedergründung den Banner des Vereines sowie zahlreiche Urkunden und Pokale gerettet, die im Hof des ehemaligen Vereinslokales lagen und zu verwahrlosen drohten. Bei der Wiedergründung übernahm Arnold das Amt des Jugendleiters im Verein, sodass er neben seiner Rolle als aktiver Rennfahrer auch früh ehrenamtliche Verantwortung im damaligen Alter von 30 Jahren übernahm. Die eigenen Erfolge waren ihm nicht so wichtig, er stellte sich stets in den Dienst der guten Sache und vor allem in die Förderung des Jugendradsports. Er wurde in der Folge auch Jugendleiter im Bezirk 3. Dieses Amt begleitete er über Jahrzehnte, ehe er von seinem Vereinskollegen Siegmund Gut ablöst wurde. In dieser Zeit, Anfang der 70er Jahre begann er seine Tätigkeit als Kampfrichter, wo er auch bald als WAV eingesetzt wurde. Ein Gräuel waren ihm immer die Rennergebnisse, weil aufgrund der schlechten Qualität und fehlenden technischen Unterstützungen, ganze Fahrerfelder auf den gleichen Platz gesetzt wurden. Im Jahr 1977 etwa startete Arnold die ersten Versuche mit der Zielfotografie. Es waren schwierige Anfänge mit teurer Kamera mit Schnelltransport des Filmes und eigenem Entwicklerbad. Es wurde alles von Arnold selbst gemacht werden - Bilder auf der Leiter schießen, in die Dunkelkammer hetzen, den Film entwickeln und dann erst konnte die Auswertung beginnen. Dies war der entscheidende Weg und eine Entwicklung in die richtige Richtung. In Baden-Württemberg war er bestimmt der Erste, der so etwas machte und den Rennergebnissen tat dies natürlich gut. Mit Arnolds Einsatz erfuhren die Veranstaltungen eine signifikante Aufwertung der Qualität. Dieses inoffizielle Amt war so zeitintensiv, das Arnold seine aktive Rolle als Radrennfahrer aufgab und keine Rennen mehr bestritt. Die Videotechnik ersetzte dann zunächst analog später digital den Fotoapparat. In ganz Südbaden aber auch darüber hinaus war er Sonntag für Sonntag mit seinem Equipment anzutreffen.

Als Trainer war er beim RSV Achkarren von 1965 bis ca. 2005 tätig. Er war auch lange Jahre Trainer des RV Merdingen und nach der Gründung des RSV Wyhl auch dort einige Jahre tätig. Bei ihm in die Grundschule gingen auch die beiden erfolgreichsten Fahrer des RSV Achkarren Julian Kern und Jasha Sütterlin. Als damaliger Stützpunkttrainer des BRMB wurde er im Jahr 1990 von Armin Engist beerbt. Für die Sportler war er nicht nur Trainer, Ratgeber, Betreuer, Masseur und Mechaniker. Er war immer da, pünktlich und zuverlässig. Als Organisator von gut 70 Radrennen (Straße, Cross, Erster Schritt) bürgte er mit seinem gut instruierten Team für Veranstaltungen auf hohem Niveau. Auch bei der Kaiserstuhl-Tuniberg-Radwanderfahrt war er mehr als 3 Jahrzehnte im Organisationsteam tätig. Der RSV Achkarren blickt auf viele Vereinsausflüge zum teil auch mehrtätig zurück, die unter Zähringers Regie organisiert und unternommen wurde. Bei geselligen Anlässen war dann auch mal Zeit für ein gutes Badisches Viertele, es musste nicht immer nur der Achkarrer sein. Nach einem Schlaganfall im Herbst 2014, wo es schon mal recht schlecht um ihn stand, ist Arnold Zähringer zumindest mental zu alter Stärke zurückgekehrt. Er hatte das Tagesgeschehen aus der Zeitung und dem Fernsehen besser parat als manch Junger. Auch an den Vorstandsitzungen und der letzten Generalversammlung des Vereines nahm er interessiert teil. Sein Tod kam für alle sehr überraschend.

Der BRV, der RSV Achkarren und alle Wegbegleiter erfüllt der Tod von Arnold Zähringer zum einen mit großer Trauer, aber alles in allem überwiegt die Dankbarkeit für Alles was ihn ausmachte. 2010 wurde Arnold Zähringer im Rahmen der Jahreshauptversammlung in Offenburg Bohlsbach vom Verband mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Er hinterlässt eine Lücke, die in der Form keiner wird schließen können. Für ihn als Junggeselle waren die Radsportler, neben seinen Geschwistern, Neffen und Nichten, seine Familie und der Radsport sein Lebensinhalt

Ruhe in Frieden!

Berichterstattung anlässlich der JHV 2010 in OG-Bohlsbach






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