Badischer Radsportverband

10.05.2014

VON: E. GOLLER, ÖFFENTLICHKEITSARBEIT LEXWARE MTB TEAM


Lexware MTB Team: Silber und Bronze bei der Sprint-DM in Saalhausen (10.05.2014)

Zwei Medaillen haben die Biker vom Lexware Mountainbike Team am Samstag bei der Deutschen Meisterschaft im Eliminator Sprint in Saalhausen erobert. Markus Bauer holte Silber, Heiko Gutmann Bronze...




Zwei Medaillen haben die Biker vom Lexware Mountainbike Team am Samstag bei der Deutschen Meisterschaft im Eliminator Sprint in Saalhausen erobert.

Für das Team aus dem Hochschwarzwald waren die beiden Medaillen eine tolle Ausbeute bei der Sprint-DM, doch sowohl Markus Bauer als auch Heiko Gutmann mochten nach dem Zieleinlauf ihre Enttäuschung erst einmal nicht verbergen. Mit etwas Abstand bekommen die Silber- und die Bronze-Medaille wohl auch noch ihren Glanz, doch der Rennverlauf bei matschigen Bedingungen hatte auch die Option auf Gold eröffnet.

Von Markus Bauer hatte man gar nicht gewusst, ob er es aus dem Höhentrainingslager in Colorado überhaupt zum Start schaffen würde. Eine Stunde vor der Qualifikation traf der Kirchzartener dann tatsächlich ein. Furios fuhr er sich bis ins Finale der besten Vier, wo er auf Teamkollege Gutmann, sowie Titelverteidiger Simon Gegenheimer und Simon Stiebjahn traf.

Heiko Gutmann erwischte den besten Start, während Bauer erst einmal an letzter Position rangierte. Dann touchierten sich Stiebjahn und Gegenheimer ganz leicht und Bauer konnte sich an die zweite Position manövrieren.

„Ich habe Heiko gerufen, ‚fahr, fahr’“, schildert Bauer. Natürlich baute er jetzt auf Teamtaktik. Die entstandene Lücke zu Heiko Gutmann wollte er nicht schließen und so fuhr der Münstertäler mit gut 20 Metern Vorsprung vor dem Verfolgertrio her. Am Ende der ersten und Beginn der zweiten Runde (von zwei) kam es dann zu der Renn-Situation, die sich Markus Bauer nachher vorwarf. Simon Stiebjahn kam von der letzten Position und schob sich Gegenheimer und Bauer vorbei an Rang zwei. „Da habe ich nicht aufgepasst“, bekannte Bauer, „sonst wäre Stiebi vermutlich nicht mehr vorbei gekommen.“

Gutmann mit Kampfgeist

Vorne schwanden bei Heiko Gutmann auf dem schweren Kurs die Kräfte. Stiebjahn und Bauer rückten heran und vor der letzten Kurve passierten sie den 27-Jährigen. „Ich dachte, wenn ich es zur letzten Kurve schaffe, dann kann ich gewinnen. Es hat leider nicht gereicht. Ich muss zugeben, dass ich schon etwas enttäuscht bin“, meinte Gutmann nach seiner ersten Sprint-Medaille.

Mit viel Kampfgeist und Willen rettete er Bronze vor knapp Titelverteidiger Simon Gegenheimer.

Markus Bauer gelang es nicht mehr den Langenordnacher Simon Stiebjahn von der ersten Position zu verdrängen.

„Ich gratuliere Stiebi, aber ich bin enttäuscht. Ich bin ja schon oft genug Zweiter bei einer DM geworden“, meinte Markus Bauer.

Team-Manager Daniel Berhe war indes zufrieden mit dem Auftritt seiner beiden Protagonisten. „Klar hätten wir gerne den Titel gehabt, aber wir haben zwei Medaillen. Damit konnte man vorher nicht rechnen.“

Der DM-Dritte des Vorjahres, Christian Pfäffle schied im Viertelfinale aus. Dort hatte er es mit Bauer und Gegenheimer zu tun gehabt. „Die zweite Runde bin ich immer stärker geworden, aber Oliver Laudenberg hat mir zweimal die Lücke zugemacht. So hatte ich keine Chance mehr“, erklärte der Neuffener, der als 14. notiert wurde. Georg Egger schied im Achtelfinale aus und wurde 25.

Lexware-Nachwuchs-Fahrerin im Finale

Kim Riesterer vom Lexware Junior Team sorgte für ein faustdicke Überraschung, auch wenn die Breitnauerin als Vierte die Medaillen knapp verfehlte. Die 16-Jährige zeigte in ihrer Wettkampf-Führung keine Respekt vor großen Namen und war mit dem Final-Einzug „super glücklich“.

Teamkollegin Lena Wehrle aus Buchenbach gewann das kleine Finale und wurde Fünfte. Sabine Spitz gewann den Titel vor Lena Putz und Nadine Rieder.

Cross-Country - Bauer: Positive Bilanz aus einem nassen Wochenende

Markus Bauer vom Lexware Mountainbike Team hat beim Bundesliga-Auftakt in Saalhausen als Sechster den Sprung aufs Podium knapp verpasst, Heko Gutmann wurde 13. Georg Egger beendete das U23-Rennen als starker Achter. Kim Riesterer vom Junior Team gewann bei den Juniorinnen.

Nach seiner kurzfristigen Anreise aus den USA hatte Markus Bauer damit rechnen müssen, dass er am Sonntag nicht in der ausgeruhten Top-Verfassung am Start stehen würde.

Und so musste er mit der Belastung auch etwas vorsichtiger umgehen als sonst. „Ich konnte nicht übers Limit gehen“, erklärte Bauer. So verlor er in der dritten von fünf Runden den Anschluss an die sechsköpfige Verfolgergruppe, die bei Rang vier begann.

„Aber ich war immer in Reichweite zum Podium“, so Bauer, der sich dann vom achten Rang auf den sechsten nach vorne schob. Es schien auch Rang fünf möglich, doch dann machte der Niederländer Hans Becking von hinten Druck und zog vorbei.

Dass der Kirchzartener in der letzten Runde Krämpfe bekam, machte es ihm dann allerdings unmöglich den Belgier Robby de Bock noch anzugreifen. Acht Sekunden hinter de Bock erreichte er mit 2:23 Minuten Rückstand auf den Belgier Ruben Scheire (1:25:25) als Sechster das Ziel. Scheire gewann mit 1:13 Minuten Vorsprung auf Simon Stiebjahn (Titisee-Neustadt) und Manuel Fumic (Kirchheim/T.).

„Ich konnte mit so einem Wochenende mit Sprint-Silber und Platz sechs in der Bundesliga nicht rechnen, nachdem ich so kurzfristig aus Colorado angereist bin. Deshalb muss ich zufrieden sein“, bilanzierte Bauer nach einem durch und durch nassen Wochenende.

Heiko Gutmann fuhr seinen konstanten Rhythmus und lag lange Zeit auf Rang zwölf, ehe er in der letzten Runde noch eine Position einbüßte. Für die matschigen Bedingungen und die steilen Anstiege ist Gutmann mit seinem Körperbau nicht prädestiniert. „Hinten raus hat mir die Kraft gefehlt. Vielleicht hatte das noch mit dem Sprint von gestern zu tun“, meinte der Münstertäler. Der 13. Rang bringt ihm „immerhin ein paar Weltranglistenpunkte“, zeigte er sich nicht unzufrieden.

U23: Georg Egger gegen Ende immer besser

Georg Egger bot im U23-Rennen eine respektable Leistung. Vor allem, wenn man berücksichtig, dass ihm viermal die Kette herunter fiel. „Da habe ich jedes Mal wieder ein paar Positionen verloren“, erzählte Egger, der nach dem Rennen aber guter Dinge war. Als Achter (+6:22) feierte er einen gelungenen Einstand in die U23-Bundesliga. Zuversichtlich („die Form steigt weiter an“) machte ihn, dass er von Platz 15 nach der zweiten Runde noch sieben Positionen gut machen konnte. „Am Ende lief es immer besser, das ist ein gutes Zeichen“, so Egger, der bei einem belgischen Dreifach-Sieg fünftbester Deutscher war. Bart de Vocht gewann souverän in 1:27:17 Stunden.

Bei Vorjahres-Sieger Christian Pfäffle lief es dagegen überhaupt nicht. Der Neuffener beklagte, dass ihm die sogenannte Pedal-Schnalle am Schuh in der ersten Runde kaputt ging, wollte sein Ergebnis aber nicht auf dieses technische Malheur schieben. „Ich glaube nicht, dass ich heute hier viel weiter vorne gewesen wäre. Es lief nicht, schon am ersten Anstieg nicht“, bekannte Pfäffle.

„Ich komme einfach nicht in die oberen Belastungsbereiche hinein“, erklärte Pfäffle, wie es zu 10:08 Minuten Rückstand auf Bart de Vocht kam. Eine Erklärung hatte der 21-Jährige nicht parat. Möglicherweise hängt das Handicap mit seiner Krankheit vom Weltcup in Südafrika zusammen“.

Juniorin Riesterer legt nach

Kim Riesterer vom Lexware Junior Team konnte am Sonntag nachlegen und – in Abwesenheit des Nationalkaders – das Bundesliga-Rennen der Juniorinnen gewinnen. „Ich habe nie aufgegeben, obwohl es am Anfang nicht so lief. Das ist ein super Wochenende für mich“, jubelte Riesterer, die 24 Sekunden vor der Niederländerin Marlo Koevoet ins Ziel kam.

Bilder.






<- Zurück zu: Mountainbike
 
zur Mitgliedermeldung des BRV
 


Partner und Förderer des Badischen Radsport-Verbandes
 
Hirsch-Sprung UG.
 
Wir bewegen Baden.
 
 
Alles, was ein Mountainbikeherz höher schlagen lässt!



Deutsches Radsportabzeichen
 



Werde ein Fan des BRV e.V.
 



Reinhören in den Podcast
 



Zur BRV Bildergalerie
 



Radball in Baden
 



Rennserien
 
 
 
 
 
 
 



Mitglied in